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Kochen für Allergiker
Kochen für Allergiker
Wer einen Allergiker in der Familie hat, ist in der Küche sehr gefordert. Denn es muss strikt darauf geachtet werden, Allergene zu meiden und durch andere Alternativen zu ersetzen. Da jeder Allergiker auf andere Zutaten reagiert, gilt es zunächst erst einmal herauszufinden, welche Allergene gemieden werden müssen. Dabei stellen Allergien gegen Kuhmilch, Eier und Nüsse den Hauptanteil dar. Manche Menschen reagieren aber auch auf Umweltgifte, Pestizide, Herbizide, gen-behandelte Nahrungsmittel, Schalentiere sowie Zusatzstoffe in vielen Fertignahrungsmitteln wie Geschmacksverstärker und ähnliches.
Allergenarm zu kochen heißt vor allen Dingen, natürlich zu kochen. Wer mit natürlichen Zutaten, möglichst auf biologischer Basis, kocht, hat schon einmal die größte Klippe umschifft. Auf fertige Nahrungsmittel sollte weitestgehend verzichtet werden. Auch wenn die Hersteller der Nahrungsmittel mögliche Inhaltsstoffe deklarieren müssen, fallen die Stoffe mit minimalen Anteilen oft durch das Raster. Der Allergiker wundert sich dann, warum er auf bestimmte Gerichte mit allergischen Symptomen reagiert. Obst, Gemüse und Getreide sollte möglichst aus dem Bio-Anbau stammen. Auch beim Fleischkauf ist es besser, auf das Bio-Siegel zu achten. Denn bei Nahrungsmitteln biologischer Qualität ist das Risiko einer Belastung sehr gering.
Allergene, die bekannt sind, sollten beim Kochen gemieden werden. Glücklicherweise müssen die meisten Allergiker dennoch nicht auf vollwertiges Essen verzichten, denn für viele Allergene hat der Handel Alternativprodukte zur Auswahl. Kuhmilchallergiker beispielsweise können versuchen, ob sie mit Produkten aus Ziegenmilch oder auf Sojabasis besser zurecht kommen. Auch Mandelmilch ist eine Alternative zur Verwendung von Vollmilch. Wer auf Eier reagiert, kann beim Backen Sojamehl mit Wasser angerührt als Ei-Ersatz verwenden. Der daraus entstehende Kuchen schmeckt ebenfalls sehr gut. Hochwertige Margarinen ersetzen die Butter ohne jegliche Geschmackseinbußen.
Etwas schwierig ist die Verköstigung eines Allergikers außer Haus. Das fängt schon im Kindergarten an. Hier muss die Einrichtung deutlich auf Allergien hingewiesen werden, damit das Kind nicht wie alle anderen zum Frühstück Kuhmilch serviert bekommt. Das Mitgeben von Alternativen hat sich hier immer noch am besten bewährt. Auch auf Feiern oder sogar in der Firmenkantine kann es für Allergiker schwierig sein, das passende Essen zu finden. Niemand weiß, welche Zutaten im Kantinenessen oder in den verschiedenen Salaten auf dem Buffet der Hochzeitsgesellschaft stecken. Da gilt es dann, entweder die Gerichte mit dem geringsten Risiko herauszusuchen oder lieber gleich von zu Hause etwas mitzubringen.
Wer um die zu meidenden Allergene weiß, wird mit der Zeit immer mehr alternative Produkte finden, die dennoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung möglich machen. Das morgendliche Müsli selbst zusammen zu stellen ist ohnehin gesünder als ein fertig gemischtes zu kaufen. Natürliche Produkte auf biologischer Basis werden auch für Nicht-Allergiker im Rahmen einer gesunden Ernährung empfohlen.
Manche Nahrungsmittel, die im Rohzustand allergische Reaktionen hervorrufen, werden manchmal vertragen, wenn sie gekocht oder gebraten wurden. Hier hilft nur ausprobieren. Wer auf mehrere Allergene reagiert, für den gestaltet sich die Zusammenstellung eines Ernährungsplans recht schwierig, denn schließlich soll es nicht zu Mangelerscheinungen kommen. Allergiker dürfen und sollen in dem Fall ruhig die Beratung eines Allergologen oder einer Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.
Neben dem umsichtigen Einkaufen und Kochen hilft es den Betroffenen, wenn sie ihren allgemeinen Gesundheitszustand verbessern. Ein starkes Immunsystem kommt nicht nur mit Krankheitserregern, sondern auch mit manchen Allergenen besser zurecht, sodass durch eine Immunstärkung auch eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht wird.
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